Februar 2016

Americas: Defenders under Attack / MenschenrechtsverteidigerInnen im Visier!

Promoting sexual and reproductive rights in the Americas / Einsatz für sexuelle und reproduktive Rechte in den Amerika

->->-> Fortsetzung

Durch ihre Arbeit versuchen die Verteidiger_innen , sich soziokulturellen und geschlechtsspezifischen Stereotypen zu widersetzen und sexuelle Aufklärung zu betreiben. Sie beschäftigen sich mit Themen, die in vielen Ländern Lateinamerikas noch immer als Tabuthemen gelten. Zusätzlich zu den Angriffen, denen sich auch andere Menschenrechtsverteidiger_innen ausgesetzt sehen, werden sie das Ziel öffentlicher Statements, in denen sie und ihre Organisationen stigmatisiert und in Verruf gebracht werden. „Statt uns Verteidiger_innen zu nennen, bezeichnen sie uns als ‘Mörder‘, ‘Terroristen‘. Sie sagen, wir sind ‘Verfechter des Verbrechens‘,“ – so die Worte von Sara García von der Agrupación Ciudadana por la Despenalización del Aborto, einer Organisation, die sich für die Legalisierung von Abtreibung in El Salvador einsetzt. In Mexiko beispielsweise wurde von März bis November 2014 die Klinik Servicios Humanitarios en Salud Sexual y Reproductiva, die reproduktive Gesundheitsdienste für Männer und Frauen anbietet und im Rahmen der Gesetze auch Schwangerschaftsabbrüche durchführt, wiederholt das Ziel von Protesten und Einschüchterungen.

Am 9. Dezember gab die dem mexikanischen Innenministerium unterstehende Kommission zum Schutz der Frauen vor Gewalt eine Erklärung heraus, in der öffentlich und unmissverständlich die Arbeit der Menschenrechtsverteidiger_innen in Mexiko anerkannt wird. Die Kommission betont, dass das Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit ein Grundrecht aller Frauen sei, zu dessen Umsetzung insbesondere die Menschenrechtsverteidiger_innen beitrügen. Es bleibt abzuwarten, ob die geforderten Schutzmaßnahmen zum Schutz der Verteidiger_innen in die Tat umgesetzt werden.

In seinem Bericht fordert Amnesty International die Regierungen der lateinamerikanischen Staaten dazu auf:

Zum Amnesty-Bericht in deutscher Übersetzung (Pdf)
Zum Amnesty-Bericht: Englisch (Pdf), Spanisch (Pdf)

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