Obwohl die Anwendung von Folter gesetzlich verboten ist, wird vereinzelt von gewalttätigen Übergriffen durch die Sicherheitskräfte berichtet. Die Regierung betont, dass Geständnisse, die unter Folter zustande gekommen sind, nicht in rechtlichen Verfahren verwendet werden dürfen. Im Berichtzeitraum wurden 47 Anzeigen gegen unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt durch Sicherheitskräfte eingereicht, einer Anzeige wurde stattgegeben, 34 werden weiter untersucht, 12 wurden abgewiesen.
Am 10. November wurde ein Nicaraguaner, der während der frühen Morgenstunden unrechtmäßig ein Privatgrundstück betreten hatte, von zwei Hunden des Sicherheitsdienstes attackiert. Sieben Sicherheitsbeamte beobachteten fast eine Stunde lang, wie die Hunde über den Mann herfielen, ohne einzugreifen. Später sagten sie aus, sie hätten nicht auf die Hunde feuern wollen, um das Opfer nicht zu verletzen. Die Untersuchung des Falles war zum Ende des Berichtzeitraums noch nicht abgeschlossen.