Seit Mitte Januar 2008 ist eine neue Regierung unter Präsident Álvaro Colom an der Macht. Die Durchführung der Todesstrafe wurde erneut ermöglicht. Die vergangene Regierung zeigte wenig Bemühungen, frühere Militärs vor Gericht zu stellen, die wegen während des internen bewaffneten Konflikts (1960-1996) begangener Menschenrechtsverletzungen einschließlich Völkermords angeklagt sind. Für die meisten Menschen in Guatemala bleibt die öffentliche Sicherheitslage besorgniserregend. Es gibt keine sichtbaren Fortschritte bei der Verbrechensaufklärung. Frauen erfahren weiterhin eine hohe Gewaltbereitschaft. Menschenrechtsverteidiger/innen sind massiven Drohungen und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt. Trotz wiederholter nationaler und internationaler Aufforderungen unternahm die Regierung nichts, um die Menschenrechtsverteidiger/innen zu schützen.