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Länderkurzbericht Guatemala 2008

Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger

Menschenrechtsverteidiger/innen sehen sich weiterhin Einschüchterungsversuchen und gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt. Im Jahr 2007 dokumentierten lokale Menschenrechtsorganisationen 195 Angriffe gegen Menschenrechtsaktivist/innen, 2006 waren es 278 und 2005 224 Fälle. Die ungenügenden Ermittlungen und der Mangel an erfolgreichen Strafverfolgungen tragen zur weiteren Ausbreitung der Straflosigkeit bei. Dies nutzen klandestine Gruppen und andere aus, um die Menschenrechtsverteidiger/innen gezielt von ihrer Arbeit abzuhalten. Besorgniserregend ist insbesondere der Anstieg von Übergriffen gegen Personen und Einrichtungen, die sich für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte oder gegen die Zerstörung der Umwelt engagieren. 2007 wurde im Innenministerium ein Büro zur Untersuchung von Angriffen auf Menschenrechtsverteidiger/innen eröffnet.

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