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Länderkurzbericht Guatemala 2008
amnesty international fordert
- dass die Todesstrafe nicht wieder in Kraft gesetzt wird;
- dass allen Berichten über Folter und extralegale
Hinrichtungen
durch Mitglieder der Sicherheitskräfte wirkungsvolle und unabhängige
Untersuchungen folgen;
- dass die Frauenmorde untersucht und aufgeklärt werden und
dafür
gesorgt wird, dass die Opfer und ihre Angehörigen keinen
Herabwürdigungen oder sexuellen Diskriminierungen ausgeliefert sind;
- dass eine Reihe von Gesetzen im Zusammenhang mit der Gewalt
gegen
Frauen geändert werden (vgl. den Bericht „Guatemala. No protection, no
justice: killings of women“ AMR 34/019/2006);
- dass dem Nationalen Forensischen Institut (INACIF) ein
angemessenes Budget zur Verfügung gestellt wird;
- dass garantiert wird, dass Menschenrechtsverteidiger/innen
ihre
Arbeit ohne Beschränkung oder Angst vor Repressalien durchführen
können;
- dass Berichten von Morden, Drohungen,
Einschüchterungsversuchen und
Angriffen gegen Menschenrechtsaktivisten/innen zügig und sorgfältig
nachgegangen wird;
- dass ein Mechanismus zur friedlichen Beilegung der
Landkonflikte
geschaffen wird und bis zu seiner Einsetzung ein Moratorium für
Zwangsräumungen erlassen wird;
- dass keine exzessive Gewaltanwendung bei Zwangsräumungen
stattfindet und die Polizei eine entsprechende Fortbildung erhält;
- dass eine Reihe von Gesetzen im Zusammenhang mit den
Landkonflikten
geändert werden (vgl. den Bericht „Guatemala. Land of Injustice?“ AMR
34/003/2006);
- dass alle während des internen bewaffneten Konflikts
begangenen
Verstöße gegen die Menschenrechte ohne weitere Verzögerungen untersucht
und verfolgt werden, sei es in Guatemala oder im Ausland;
- dass die für die Aufklärung der Verbrechen relevanten
Militärakten
den in- und ausländischen Gerichten auf Anfrage ausgehändigt werden;
- dass ernsthafte Bemühungen unternommen werden, die
Verschwundenen
aus der Zeit des internen bewaffneten Konflikts zu lokalisieren,
angefangen bei der Einrichtung der entsprechenden Kommission;
- dass Guatemala das Statut von Rom unterzeichnet.
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