
Der Bericht thematisiert Morde, die Mitglieder des Polizeiapparates
heutzutage begehen. Es handelt sich um außergerichtliche Hinrichtungen,
die von den Medien oft als „soziale Säuberungen“ bezeichnet werden.
Dabei nehmen die Polizisten das Recht selbst in die Hand, um die
Gesellschaft von Menschen zu „befreien“, die sie krimineller
Verwicklungen verdächtigen.
Fast alle Opfer sind jung, manche sind
vorbestraft, die meisten von ihnen stammen aus den am stärksten
benachteiligten Stadtteilen. Ihre Leichname werden auf leerstehenden
Grundstücken oder Müllhalden gefunden, mit auf dem Rücken gefesselten
Händen, erwürgt oder aus nächster Nähe erschossen. Gerichtliche
Untersuchungen finden meist erst mehrere Monate nach der Tat statt, wenn
ein Großteil der Spuren bereits verwischt sind. Schätzungen zufolge
bleiben in Guatemala 98% aller Morde straflos.
Zum AI-Bericht vom Oktober 2009: in Deutsch und in Englisch

© Jonathan Moller
Eine Wander-Fotoausstellung
der CASA- und Guatemala-Kogruppe
Die Fotos von Jonathan Moller dokumentieren Exhumierungsprojekte, die 2000 und 2001 in der Provinz El Quiché durchgeführt wurden. Die Aufnahmen zeigen die Angehörigen der Opfer während der Öffnung der Gräber, der Freilegung der Überreste und der erneuten Bestattung. Sie zeigen Zeremonien und Riten der Mayas.
Diese Ausstellung wurde 2004 in Hamburg eröffnet und wurde seither an vielen
Orten in Deutschland gezeigt. Wer sie ausleihen möchte, wende sich bitte an
Kirstin Büttner: casa@amnesty-hamburg.de
Der Flyer zur Hamburger Ausstellung (pdf) kann als Vorlage (Word-Dokument) zur Verfügung gestellt werden.