Menschenrechtszentren vor Ort sind bemüht, den Betroffenen beizustehen und sie auf ihre Rechte hinzuweisen. Aufklärungsarbeit im Fall von Folter und Morddrohungen seitens staatlicher Agenten hat in vielen Fällen die Freilassung zu Unrecht einsitzender Gefangener und zumindest teilweise die Bestrafung der Täter bewirkt.
Für ihren Einsatz sind Menschenrechtsverteidiger gelegentlich extremer Gefahren ausgesetzt. Sie werden an ihren Recherchen gehindert und erhalten häufig Morddrohungen.
Journalisten, die sich mit den Menschenrechtsverletzungen beschäftigen oder über Korruption und Organisierte Kriminalität berichten, zählen ebenfalls zu einer besonders gefährdeten Berufsgruppe.
Seit Anfang 2007 hat Amnesty International in Eilaktionen wiederholt zum Schutz mexikanischer Journalisten aufgerufen. Im Zuge der anhaltend gespannten Lage im Bundeststaat Oaxaca wurden im Juni und im August 2007 zwei Journalisten angeschossen; ihre Kollegen und Familien erhielten Morddrohungen. Im April 2007 war ein Journalist in Acapulco erschossen und ein weiterer Kollege bedroht worden. Untersucht wird noch immer der Fall der Journalisten Lydia Cacho, deren Fahrzeug in Mexiko-Stadt im Mai 2007 maniipuliert worden war mit dem Ziel, einen tödlichen Verkehrsunfall herbeizuführen.