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Länderkurzbericht Panama 2009

Panama genießt gegenwärtig im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern den Ruf politischer und wirtschaftlicher Stabilität. Das Land verzeichnet eine wachsende Tourismusindustrie, eine im Vergleich zu den anderen zentralamerikanischen Nachbarstaaten geringe Kriminalitätsrate und ist zudem von den verheerenden Auswirkungen der Wirbelstürme der letzten Jahre weitgehend verschont geblieben. Nicht zuletzt aus diesen Gründen wird Panama seit dem Sturz des Militärregimes vor zehn Jahren von Menschenrechtsorganisationen oftmals unangemessen stiefmütterlich behandelt. Denn allen positiven Entwicklungen zum Trotz kommt es auch hier immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen. Schlechte Haftbedingungen, Druck auf Medienschaffende und Gewerkschafter, politische Einflussnahme auf das Justizsystem und Korruption sind wiederkehrende Themen im demokratischen Panama, ebenso wie die Gewalt gegen Frauen, Menschenhandel, Kinderarbeit und die Diskriminierung ethnischer Minderheiten.

Die geplante Trinkwasser-Privatisierung im Zuge neoliberaler Strukturanpassungsprogramme führt in weiten Teilen der Bevölkerung zu Besorgnis und Unruhe. Im Februar 2008 kam bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Gewerkschaften in der Provinz Colón der 28- jährige Gewerkschaftsführer Airomi Smith Rentería ums Leben.

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