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Länderkurzbericht Panama 2009

Staatsform - Bevölkerung - Parteien - Wahlen

Die Republik Panama mit ihren 3,3 Mio. Einwohnern ist eine präsidiale Demokratie. Die ehemalige Provinz Kolumbiens spaltete sich im Jahre 1903 mit Hilfe der USA ab und bildete fortan einen eigenen Staat, dessen Unabhängigkeit durch die US-Kanalzone allerdings während des gesamten 20. Jahrhunderts stark beeinträchtigt war. Der das Land durchquerende Panamakanal verbindet die Karibische See im Norden und den Pazifischen Ozean im Süden. Er zählt bis heute zu den bedeutendsten Schifffahrtsstraßen der Welt.

1977 wurde in den sog. Torrijos-Carter-Verträgen die Neutralität des Kanals vereinbart. Von 1979 bis 1999 war der Kanal selbst unter gemeinsamer US-panamaischer Kontrolle. Bis zur Eröffnung der Puente de las Américas im Jahre 1962 war das Land zweigeteilt; 2005 wurde eine zweite Brücke in Betrieb genommen.

Panama grenzt im Westen an Costa Rica und wird heute generell zu Zentralamerika gezählt. Neuwahlen finden alle fünf Jahre statt. Im Mai 2009 löste die Partei Cambio Democrático (CD) den seit 2004 regierenden Partido Revolucionario Democrático (PRD) ab, die mit rund 680.000 Mitgliedern größte Partei des Landes. Cambio Democrático wurde mit fast 60 % der Stimmen gewählt und stützt sich auf eine Allianz von vier Parteien aus dem Mitte-Rechts-Spektrum. Die mit 250.000 Mitgliedern zweitgrößte Partei Partido Panameñista gründet auf der Tradition des dreimaligen Staatspräsidenten Arnulfo Arias Madrid. Ihre Anhänger stammen überwiegend aus dem ländlichen Raum.

Die indigenen Volksgruppen Kuna, Ngobë-Buglé und Emberá-Wounaan verwalten ihre fünf autonomen Territorien (comarcas) selbst.

Die Streitkräfte wurden 1994 formell abgeschafft.

Währung: 1 Panamaischer Balboa = 1 US Dollar

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