Hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne und Verletzung von Arbeitsrechten prägen unverändert die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung. Nach Angaben des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (2004) leben 12,6 Prozent der Haushalte in El Salvador in absoluter und 22 Prozent in "relativer" Armut. Täglich wandern hunderte Menschen allein oder mit Hilfe von Schleusern in die USA oder nach Mexiko aus. Gerade Kinder und Frauen werden dabei oft Opfer von Menschenhandel, Prostitution und sexuellem Missbrauch.
Im März 2006 forderte der UN-Ausschuss zur Beseitigung der Rassendiskriminierung
die Regierung El Salvadors auf, die nationalen Gesetze zu ändern, um die
Rechte von indigenen Völkern sicherzustellen und deren Diskriminierung
zu bestrafen. Außerdem soll El Salvador das ILO-Abkommen 169 ratifizieren,
in dem das Recht auf Landbesitz der indigenen Völker und auf Mitbestimmung
bei der Konzessionsvergabe für den Abbau von Mineralien festgelegt wird.
El Salvador wird überdies aufgefordert, die wirtschaftliche, soziale und
kulturelle Situation der Indigenen zu verbessern.