GUATEMALA (Februar 2010)

Beteiligung der Polizei an Tötungen in Guatemala

Amnesty-Bericht „Police involvement in killings in Guatemala“ vom Oktober 2009 jetzt auch in deutscher Übersetzung (Pdf)

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Der Bericht thematisiert Morde, die Mitglieder des Polizeiapparates heutzutage begehen. Es handelt sich um außergerichtliche Hinrichtungen, die von den Medien oft als „soziale Säuberungen“ bezeichnet werden. Dabei nehmen die Polizisten das Recht selbst in die Hand, um die Gesellschaft von Menschen zu „befreien“, die sie krimineller Verwicklungen verdächtigen.
Fast alle Opfer sind jung, manche sind vorbestraft, die meisten von ihnen stammen aus den am stärksten benachteiligten Stadtteilen. Ihre Leichname werden auf leerstehenden Grundstücken oder Müllhalden gefunden, mit auf dem Rücken gefesselten Händen, erwürgt oder aus nächster Nähe erschossen. Gerichtliche Untersuchungen finden meist erst mehrere Monate nach der Tat statt, wenn ein Großteil der Spuren bereits verwischt sind. Schätzungen zufolge bleiben in Guatemala 98% aller Morde straflos.

Zum AI-Bericht vom Oktober 2009: in Deutsch und in Englisch

HONDURAS (Stand: 28. Januar 2010)

Appell an den neuen Präsidenten Porfirio Lobo

Amnesty International fordert Aufklärung von Menschenrechts-verletzungen

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In einem Bericht vom 28. Januar 2010 appelliert Amnesty International an die Regierung des neu gewählten honduranischen Präsidenten Porfirio Lobo Sosa, die nach dem Putsch im Juni 2009 begangenen Menschenrechtsverletzungen aufzuarbeiten und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen."

Weitere Informationen

JugendGewaltKultur in Guatemala

Lucio Yaxon, ein junger Rapper und Aktivist zu Gast in Hamburg

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am 2. Februar 2010 um 19:30 Uhr in der Werkstatt3 - mit Übersetzung

Guatemala ist ein von Gewalt geprägtes Land. Der lange bewaffnete Konflikt mit seinen hunderttausenden Toten und zehntausenden Verschwundenen ist noch immer nicht aufgearbeitet. Die Täter wurden nie zur Rechenschaft gezogen, die Opfer kämpfen weiter um Gerechtigkeit.

Lucio Yaxon ist Maya. Er gehört der Generation an, die den Krieg als Kind erlebte und seine traumatischen Folgen bis heute mit sich trägt. Er kam als Jugendlicher in die Hauptstadt und engagierte sich dort bei den Jugendorganisationen HIJOS und MOJOMAYAS.

Als 2005 das geheime Polizeiarchiv mit Millionen von Dokumenten aus den Zeiten des Staatsterrors gefunden wurde, begann er dort zu arbeiten. Er teilt die Hoffnung der Gesellschaft, dass sich durch die Auswertung der Dokumente Möglichkeiten ergeben, die Verantwortlichen der Gewaltverbrechen endlich vor Gericht zu stellen.
Lucio Yaxons politische und kulturelle Ausdrucksform ist der Rap. Er singt auf Kakchiquel und Spanisch und gibt seiner Generation damit eine eindrucksvolle Stimme.

Im Gespräch mit dem ebenfalls aus Guatemala stammenden Politikwissenschaftler Otto Argueta berichtet Lucio Yaxon über die Gewalt in der Vergangenheit und im Heute, das Lebensgefühl der Nachkriegsgeneration und seine Musik.

Veranstalter: Amnesty International
Veranstaltungsort: Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, Ottensen, 19.30 Uhr

Zum Programm der Werkstatt3
Erfolge - Mexiko, Januar 2010

Ein Sieg für die WSK-Rechte: La Parota wird nicht gebaut
Die Regierung hat den Bau des Mega-Staudamms La Parota am Río Papagayo im Bundesstaat Guerrero aufgegeben. Jahrelange und konsequent hatten campesinos der betroffenen Region Widerstand geleistet und mit Unterstützung seitens des Menschenrechtszentrums "Tlachinollan" einen erbitterten Rechtsstreit geführt hatten.
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Ricardo Ucán Ceca frei !
Ricardo Ucán ist endlich wieder frei! Der heute 59-jährige Maya war vor fast zehn Jahren wegen eines umstrittenen Tötungsdelikts unter Mordanklage gestellt und zu 22 Jahren Haft verurteilt worden.
AI-Mitteilung des Mexiko-Teams

NICARAGUA

August 2009

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Nicht einmal, wenn das Leben auf dem Spiel steht

Wie das Totalverbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Nicaragua Ärzte kriminalisiert und Frauen und Mädchen in Gefahr bringt.

Seit Juli 2008 sind in Nicaragua Schwangerschaftsabbrüche unter allen Umständen gesetzwidrig. Vor 2006 erlaubte es das Gesetz, im Falle von Gefahr für Leben und Gesundheit der Mutter oder bei Schwangerschaft als Folge einer Vergewaltigung Ausnahmen vom Abtreibungsverbot zu machen.

Zur Broschüre (pdf)